Berufsunfähigkeitsversicherung
Schon Auszubildende haben heutzutage eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Wenn man nicht mehr in seinem gelernten Beruf arbeiten kann, erleidet man einen sehr grossen Einkommensausfall. Wenn man überhaupt nicht mehr arbeiten kann, dann bekommt man vom Staat keinerlei Unterstützung abgesehen vom Arbeitslosengeld II. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung wird immer öfter verknüpft mit einer Kapitalanlage angeboten, d.h. ein Teil geht in einen Fonds und ein anderer Teil ist reine Risikoversicherung.
Bei den unterschiedlichsten Vergleichsrechnern und Angeboten im Internet werden auch sogenannte Versicherungsratings angeboten. So trifft man z.B. auf das Assekurata Rating, und das Fitch Rating. Man erhält darüber hinaus auch Hinweise im Internet, wie man mit diesen, eigentlich dem Verbraucher dienlichen Informationen umgehen soll. Hier kann der Verbraucher eigentlich bereits aufhören weiter zu lesen, denn es wird nur noch verwirrender. Denn zum einen gibt es Firmenratings, zum anderen Produktratings. Was interessiert ein gesamtes Firmenrating, wenn gerade ein speziell vom Verbrauer gefordertes Produkt vielleicht zu den schlechten Produkten des Unternehmens zählt? Und dennoch geht es ja gerade bei der BU u.U. in der Regel um sehr langfristige Verträge. Dann aber wird wieder das Firmenrating relevant, aus dem sich die Gesamtwirtschaftlichkeit, Qualität und Positionierung eines Unternehmens ergibt. Wer in diesem Text – und Informationsdschungel alleine durchblickt, hat vielleicht Glück oder Sachverstand gehabt. Für den durchschnittlichen Verbraucher ist es ungeeignet. Und das ist letztlich auch das Problem aller Vergleichsrechner von Versicherungen. Sie berücksichtigen nicht mögliche langfristige Probleme in einem Versicherungssektor oder finanzielle Probleme eines Unternehmens insgesamt, sondern sehen das geforderte Produkt losgelöst von allen gesamtwirtschaftlichen Betrachtungen. Man kommt als o folglich fast nicht umhin, einen seriösen Berater zu finden.
Hinzu kommt oft noch, dass die Rating Agenturen mit den Versicherer unter einer wirtschaftlichen „Decke stecken“, und in gegenseitigem Interesse handeln, wie davor natürlich auch Berater nicht gefeit sind.
Im Internet finden sich viele Tests und Vergleiche der gängigsten BU unternehmen. Anschaulich werden dort oftmals die qualitativ wichtigsten Leistungsmerkmale aufgezeigt. Gelegentlich findet man auch Visualisierungen, die mit den Farben „rot“ für nicht vorhanden und „grün“ für vorhanden operieren. Verbalisiert werden dazwischen liegenden Einschränkungen mitgeteilt. Gemeinsam ist fast allen Urteilen, dass es keine Überbrückungsregelungen bei Zahlungsschwierigkeiten gibt. Hier muss man zuvor sehr genau seine individuellen Möglichkeiten ausloten, um nicht Gefahr zu laufen, den Versicherungsschutz eines Tages aufs Spiel zu setzen. Die eindeutig wenigsten minus Signale(rot) hat eine BU, die weder für Beamte interessant ist noch auf die Verweisklausel verzichtet. Ob sich der Beamte mit den immer noch enthaltenen Klauseln einer anderen Versicherung anfreunden kann, ist im Einzelfall zu entscheiden.